Burgruine Primda

Nie erobert und doch Ruine

Wir haben uns entschieden, Ihnen hier auf dem Blog und auf unserem YouTube-Kanal die Sehenswürdigkeiten unserer Umgebung vorzustellen. Tschechien hat weit mehr zu bieten als Casinos und Asiamärkte. Beginnen werden wir ganz oben in unserer Region mit der Burgruine Primda.

Die Burgruine Primda (zu Deutsch: Pfraumberg) wurde erstmals im Jahr 1126 urkundlich erwähnt. Erbaut wurde sie wahrscheinlich zu der Zeit vom Fürst Sobeslav I. Sie wurde Anfangs hauptsächlich als Gefängnis genutzt.

Im 14. Jahrhundert war die Burg das Zentrum von 15 Chodendörfern. Deren Einwohner waren verpflichtet, die Grenze zu bewachen. Sie diente dabei auch als das Zentrum der Herren von Urdek, deren Besitzer – die Manes – waren verpflichtet, für die Burg ihren Wehrdienst zu leisten.

Bis zum Jahr 1601 konnte die Burg bei keinem Angriff eingenommen werden. Allerdings wurde die Burg zu der Zeit bereits verlassen und galt ab 1609 bereits als verlassen und verwüstet.

Im Jahr 1675 schlug ein Blitz in den Wohnturm ein, der dann bis zum Erdgeschoss einstürzte.

Nach mehreren Renovierungen wurde die Burgruine im Jahr 1962 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.

Die Burg kann jederzeit betreten werden und der Eintritt ist frei. Ausgenommen davon ist der Innenraum der Ruine. In dieser werden Führungen angeboten. Allerdings nur in tschechischer Sprache. Weitere aktuelle Informationen findet man unter: https://www.hrad-primda.cz/cs

Auf dem Weg zur Burg findet man mehrere Schautafeln. An deren Seite befinden sich QR-Codes die auf die Webseite http://m.taggmanager.cz verweisen. Hier findet sich dann die Beschreibung der Region, die GPS-Daten und weiterführende Links.

Der Weg zur Burg ist gut begehbar. Rechts und links des Weges kann man das Naturschutzgebiet mit einer Fläche von etwa 34 ha besichtigen. Das Naturschutzgebiet Rund um die Burgruine wurde bereits im Jahr 1956 gegründet. Dort findet man eine reichhaltige Pflanzenvielfalt. In den Wäldern dominieren Buchen. Am Anstieg vom Parkplatz kann man sehen wie sich eine Fläche nach einem Sturm wieder entwickelt. Das Holz wurde entnommen und der Wald wächst durch Naturaussaat nach.

Auf der östlichen Seite kommt man, wenn man den Weg neben der Schautafel oben im Bild nimmt, zu einer kleinen Skipiste.

Schon von weitem kann man bei der Anfahrt über die A6 in Richtung Pilsen/Prag hoch auf dem Berg die Burgruine erkennen. Erreichen kann man diese über die Abfahrt Waidhaus in Deutschland. Dort fährt man durch Waidhaus nach Tschechien durch den Ort Rozvadov durch. Immer die Landstraße entlang, vorbei am Asia-Markt kommt man dann in ein Waldgebiet. Als Orientierung kommt nach etwa 1,5 km auf der rechten Seite ein See. Die Straße weiter verfolgen bis zur Ortschaft Primda (deutsch: Pfraumberg). In der Ortsmitte geht es kurz vor der Tankstelle links in eine Seitenstraße. Dort ist auch bereits ein Wegweiser zur Burg. Nach wenigen hundert Metern findet man auf der rechten Seite einen Parkplatz an einem Sportgelände. Dort kann man ohne Probleme parken. Die Strecke von Waidhaus beträgt etwa 17 km und man fährt etwa 17 Minuten. Alternativ ist über die Autobahn weiter zu fahren bis zur Raststation/Abfahrt Svatá Katerina, jedoch fallen hier Mautgebühren an.

Screenshot Locus Map

Vom Parkplatz aus gibt es 2 Wege. Der kürzere Weg führt direkt nach oben bis zur Kapelle und trifft sich dann mit dem längeren Weg. Allerdings ist dieser nicht für Gehbehinderte, Kinderwagen, Rollstuhlfahrer geeignet. Da muss man auf den längeren Weg ausweichen.

Hier der Link zu Locusmap. Das ist ein schönes Kartenprogramm auch für Wanderer und Radfahrer:
https://web.locusmap.app/de/?planner=K4awhg7gvgggxgAwDYBMDqBLADgYRQZwHEBugGQHscwAnANRo3IFE5yBuYoA

Screenshot Locus Map – Link über dem Bild
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