Sinn des Testwahns

Was wollen wir erreichen?

Folge dem Weg des Geldes ist in der heutigen Zeit offensichtlich noch mehr gefragt als je zuvor. Die Frage stellt sich auch im Hinblick auf die “Teststrategie”. Ich bin da auf eine interessante Aussage von Professor Bogdan, Leiter des Instituts für Klinische Mikrobiologie und Immunologie am Uniklinikum Erlangen und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) gestoßen.

In einem Bericht von Nordbayern.de (https://www.nordbayern.de/region/stiko-mitglied-aus-erlangen-schnelltest-strategie-macht-keinen-sinn-1.11037289) erwähnt er, dass man sich die meisten der Teststationen sparen könne.

Nordbayern.de schreibt weiterhin: “Aufwand und Nutzen stehen da in keinem vernünftigen Verhältnis. Es hat keinen Sinn, Menschen anlasslos und ohne jegliche Symptome sporadisch zu testen”, meint er. Dieser Testansatz gehe von der Annahme aus, dass sehr viele Menschen mit hoher Viruslast unerkannt herumlaufen würden, die man dann mit einem begrenzt sensitiven Test finden kann.

“Aber das ist kaum der Fall. Hoch-positive Menschen entwickeln in der Regel Symptome und bleiben deshalb nicht unentdeckt. Menschen mit niedrigerer Viruslast, die meist keine Symptome haben, kann man nur mit sehr sensitiven Methoden entdecken, in der Regel aber nicht durch Antigen-Schnelltests”, erklärt Bogdan. Selbst bei einer Inzidenz von 280 und bei Annahme einer irrealen Schnelltestsensitivität von 100 Prozent würde man an einem Tag nur einen Infizierten unter 2500 getesteten Personen finden.

https://www.nordbayern.de/region/stiko-mitglied-aus-erlangen-schnelltest-strategie-macht-keinen-sinn-1.11037289

Er erwähnt weiterhin, dass es dennoch Situationen gäbe, in denen Tests sinnvoll wären. Dies wäre z. B. bei symptomatischen Patienten in der Notaufnahme. Hier würde man schnell einen HINWEIS erhalten, ob eine Infektion vorliegen würde und dies könne man dann mit einem PCR-Test bestätigen.

Genau dafür sind diese Tests auch gemacht. Sicher ist das dann nicht das große Geschäftsmodell für die Hersteller und die “Berater”.

Prof. Bogdan äußert sich weiter darüber, dass es völlig unnötig sei, z. B. vor einem Zoo-Besuch einen Test zu machen. “An der frischen Luft besteht quasi kein Infektionsrisiko, da müsse schon ein sehr großes Gedränge sein. Wenn man dann noch eine FFP2-Maske tragen muss, hat man da ohnehin nichts zu befürchten”, meint Bodgan.

Stellt sich mir jetzt noch die Frage, ob es ernsthaft Menschen gibt, die mit einem Kaffeefilter im Gesicht in einen Zoo gehen? Nehmen wir den Nürnberger Tiergarten. Ein waldähnlicher Park außerhalb der Stadt. Und da nehme ich mir die frische Luft durch eine Maske im Gesicht? Dann lieber doch keinen Waldspaziergang mit Tierbesichtigung.

Den Beitrag sicher teilen:

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.